Shpock dir was!

das start-up Shpock wurde bereits 2012 gegründet und umfasst mittlerweile 40 mitarbeiter. dabei handelt es sich um eine art flohmarkt-app, die einen wahren aufstieg erlebte. Shpock ist ein kunstwort und steht für „shop in your pocket“. dabei sind viele der artikel so groß, dass sie keinesfalls in eine tasche passen würden – vom günstigen gebrauchtwagen über kleidungs-schnäppchen bis zum alten kinosessel. hier wird geshoppt bis der arzt kommt.

bluulake_shpock_29-09-15warum aber ist Shpock so erfolgreich geworden? ganz klar: die app funktioniert via smartphone und tablet, setzt auf eine standortbezogene sortierung und präsentiert seine produkte vor allem über fotos! ein virtuelles schaufenster sozusagen – das will der user von heute sehen.

die zahlen: 8 mio. user haben sich die app bereits runtergeladen. der wert der hinter all den produkten steht beträgt ca. 1 mrd. euro. das kann sich sehen lassen. und wer steckt dahinter? Katharina Klausberger und Armin Strbac sind die gründer und erledigen alles von einem großraumbüro in wien-leopoldstadt aus. derzeit wird Shpock in Deutschland, Österreich und den UK genutzt. „unser ziel ist die marktführerschaft in diesen drei ländern. dann schauen wir weiter“, so Armin Strbac.

content in einer neuen dimension

warum das marketing schon wieder einen schritt weiter sein muss!

mittlerweile muss sich das wort content im marketing schon herumgesprochen haben. wer immer noch keine interessanten und relevanten inhalte für seine kunden spielt, befindet sich bereits außerhalb jeglicher konkurrenz. die klassische werbung à la „hier, schau – das produkt ist ja mal billig“ oder „hier, wir haben pauschalen für dich“ funktioniert in seiner gehandhabten form nicht mehr. warum? weil sich das verhalten und die bedürfnisse der konsumenten verändert haben.

content_fotolia_90003536_1200x628pxauffallen, speziell sein – immer mit dem gedanken, dass der leser/kunde/verbraucher einen nutzen daraus ziehen soll – das ist die zukunft und schon jetzt zeigt sich, dass wir schon mitten im system CONTENT+ sind. auch wenn produkte verkauft werden sollen – „hier – billig – kauf“ wird vom kunden nicht mehr angenommen – der konsument möchte keine plumpe werbung mehr sehen. das neue marketing, das auch hervorragend funktioniert, lautet – „hör zu – ich habe interessante infos, wenn du das liest, hast du einen nutzen davon, du bekommst tipps, hilfestellungen u.v.m. – wenn du dranbleibst bekommst du auch immer mehr davon und ich zeige dir, warum gerade ich speziell bzw. der beste bin!“ diese infos kreisen um ein produkt, das schlussendlich der versteckte star des ganzen ist. kurz: die leute sollen einen urlaub buchen? dann gib ihnen zum beispiel eine packliste, eine sehnsucht, einen „aha“-effekt …

eine mega herausforderung – keine frage! das system CONTENT+ muss aber erkannt und umgesetzt werden. die klassiche werbung funktioniert teilweise ­noch – aber eben nur in einzelfällen.

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Pinterest weiterhin auf erfolgskurs

die plattform mit den individuellen interessens-pinnwänden dürfte mit ihrer „post-it“ philosophie richtig erfolgreich werden. Pinterest verzeichnet mit dem heutigen tag 100 mio. aktive nutzer weltweit, davon 18 mio. männer – eine zahl, die direkt von der plattform veröffentlicht wurde. wie es um aktive pinnwand-user in deutschland und österreich steht? dazu gibt es keine offiziellen zahlen aber sehr wohl einen trend und der steigt nach oben, auch wenn Pinterest noch hinter Instagram liegt.

pinterestdas interesse von unternehmen am pinnen wurde spätestens mit der einführung neuer anzeigenformate geweckt. Cinematic Pins beispielsweise – video-anzeigen. der video-erfolg auf Facebook ist auf die autoplay-funktion zurückzuführen, d. h. stößt man beim scrollen auf ein video, beginnt es sofort mit der wiedergabe. Pinterest hat dazu eine andere sichtweise. Tim Kendell, Pinterest General Manager of Monetization, ist kein freund von autoplay. seiner ansicht nach zerstöre die funktion die übersicht im feed. eigentlich lustig, denn videos auf Pinterest verhalten sich so, wie das scroll-verhalten. scrollt man nach unten beginnt das video zu spielen, scrollt man schneller, wird es schneller und scrollt man wieder nach oben, wird es zurück gespielt. das fällt auf und dient dem puren branding. wann das format auch im deutschsprachigen raum erhältlich ist, bleibt abzuwarten.

an einer internationalen lösung wird aber mit höchster geschwindigkeit gearbeitet, denn die nutzerzahlen auf Pinterest entwickeln sich parallel zu Pinterest-suchanfragen, die jährlich um 81 % steigen. mehr user führen zu mehr suchanfragen und diese führen zu mehr repins und somit läuft der traffic. die pin-it buttons sprießen schon jetzt wie pilze aus dem boden.

das leise sterben von Google+

Google+ wurde groß angekündigt und auch von vielen usern genutzt – ok man hat sich zumindest mal registriert und dann? – die plattform nie wieder genutzt. ab und zu bekam man eine benachrichtigung – „aja, mein Google+-konto“, dachte man dann, aber das war es auch schon.

viele sagen, dass es zu keinem ende von Google+ kommen kann, da hier zu viele experten aus verschiedenen genres vertreten sind und ja, auch die communities funktionieren. wir stellen uns eben nur eine frage: warum ist der dominante Google+ button in ein dropdown-menü verschwunden – ohne muh und mäh?

Businessman with bag over head working on computerzuerst trat Google+ manager Vic Gundotra zurück, dann vermeldete auch der chefdesigner, dass er gar nicht amused sei – formell ausgedrückt – und jetzt sagt auch noch Google au revoir zur eigenen verwandtschaft, indem nutzerprofil-links aus der suchmaschine entfernt werden. irgendwie sieht es doch so aus, als würde sich das social network heimlich, still und leise verabschieden. ohne viel darüber zu reden, ohne tamtam.

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fake-name auf Facebook – ein echtes no-go!

„micha ela“ ist admin einer Facebook-seite. die page verwaltet er/sie/es (da geht es auch schon los) über ein werbekonto und er/sie oder es plant fleißig eine kampagne nach der anderen ein. eines tages, als sich „micha ela“ auf Facebook einloggen will, hat er/sie/es keine chance. das konto wurde von Facebook gesperrt – privat wäre das wahrscheinlich nicht so problematisch, geschäftlich entsteht so aber tatsächlich ein ernstes ärgernis. werbekonto und page bleiben unbeeinflusst aber wer soll denn jetzt auf der page posten und kampagnen einplanen, wo admin „micha ela“ doch gesperrt ist? eine frechheit oder?

Businessman with bag over head working on computerja – aber nicht von Facebook! denn wie überall gibt es auch hier regeln. Auf Facebook herrscht klarnamenpflicht und wer sich professionell mit der plattform beschäftigt, weiß das und akzeptiert das auch. „ich möchte aber anonym bleiben!“ – ok, alles klar, dann aber sollte der/die/das „micha ela“ bitte in einem anderen bereich arbeiten, denn digital wird ohnehin nichts vergessen. „ich heiße aber wirklich „micha ela“ – gut, das lässt sich schnell mittels personal-ausweis klarstellen. ja, auch überprüfungen diesbezüglich kommen immer wieder vor. aber warum? weil Facebook ganz einfach keine möglichen gaunereien möchte.

die kommerzielle nutzung eines privaten profiles kann ebenfalls zur sperre führen, genauso wie das anlegen von 2 accounts einer person. man mag von dem ganzen halten was man will – die nutzungsbedingungen gilt es aber einzuhalten. weiter sollten Facebook-user, die privat und geschäftlich mit 2 konten trennen möchten über ihre digitale grundeinstellung nachdenken. denn auch so kommt es immer wieder zur sperre. und warum auch? seit der epoche des business managers lässt sich privates und berufliches doch super trennen – mit einer identität – mehrere hat man eben im legalen falle nicht.

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